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Ökologische Dämmstoffe befinden sich auf dem Vormarsch

Montag, 13. Januar 2014 | Autor:

Es lohnt sich, auf natürliche Dämmstoffe zu setzen. Deren Dämmeigenschaften gelten als hervorragend und die Auswahl am Markt ist groß. Allerdings müssen die Materialien auf den jeweiligen Einsatzbereich abgestimmt sein und außerdem liegen die Kosten höher als bei Verwendung synthetischer Dämmmaterialien.

Noch nie zuvor hat die Gebäudedämmung so viel Beachtung gefunden. Aufgrund der hohen Energiepreise entscheiden sich Bauherren ganz bewusst für eine leistungsstarke Dämmung, um von dieser langfristig zu profitieren. Gleichzeitig steigt die Anzahl derer, die ihre Bestandsobjekte energetisch sanieren und hierbei ebenfalls großen Wert auf eine zuverlässige Dämmung legen.

Es ist aber nicht nur so, dass mehr gedämmt wird – auch bei der Auswahl der Dämmstoffe sind Änderungen festzustellen. Zunehmend mehr Personen achten darauf, dass sie natürliche und somit besonders ökologische Dämmmaterialien verwenden. Zwar entscheidet sich die große Mehrheit der Immobilienbesitzer immer noch für synthetische Materialien, doch die Begeisterung für ökologische Dämmstoffe ist deutlich größer geworden.

Diese Entwicklung überrascht nicht, da natürliche Dämmmaterialien eine ganze Menge zu bieten haben. Vor allem bei der eigentlichen Dämmleistung müssen sie den Vergleich mit anderen Materialien nicht scheuen. Zumal sie in Sachen Ökologie klar vorne liegen: Per gezielter Auswahl lässt sich sicherstellen, dass keine Belastung mit Giftstoffen vorliegt.

Dämmen mit Holz

Holzfasern verfügen über sehr viel bessere Dämmeigenschaften, als die meisten Personen vermuten. Dies muss auch so sein, schließlich haben Bäume teilweise niedrigsten Temperaturen zu trotzen. Weiterhin weiß Holz nicht nur mit einer hervorragenden Dämmung gegen Kälte zu überzeugen, auch sommerliche Hitze blockt es sehr gut ab und ist daher vielen synthetischen Dämmstoffen überlegen.

Holzfasern stehen als Dämmstoffe in verschiedenen Formen bereits. In der einfachsten Form werden ganze Balken oder Stämme (z.B. beim Blockhaus) verarbeitet, aber auch Platten und Holzflocken werden am Markt angeboten. Zum Thema Brandschutz ist anzumerken, dass hochwertige Hölzer nur schwer entflammbar sind und daher als unbedenklich gelten.

Mit Zellulose dämmen

Zellulose ist ein Dämmstoff, der letztlich aus Altpapier hergestellt wird. Die Flocken verfügen über gute Dämmeigenschaften, stehen allerdings nur in Form von Platten zur Verfügung. Die Platten selbst lassen sich leicht anpassen und sind daher vielseitig einsetzbar, unter anderem werden sie auch gerne zur Dämmung von Dächern eingesetzt. Wer eine Dachdeckerei beauftragen möchte, sollte allerdings vorher herausfinden, ob bereits Erfahrungen mit diesem Dämmstoff gesammelt wurden.

Ein Schutz gegen Feuchtigkeit ist wichtig, weshalb viele Produkte behandelt sind. Außerdem lassen sich entsprechende Platten gut einsetzen, um eine verbesserte Geräuschdämmung zu erzielen. Außerdem ist Zellulose im Vergleich zu den anderen natürlichen Dämmstoffen besonders preiswert.

Hanf und Flachs

Die beiden Naturstoffe Hanf und Flachs lassen sich ebenfalls für Dämmzwecke einsetzen. Sie werden als Platten-, Schütt- und Stopfware angeboten und gelten daher als vielseitig. Allerdings ist zu beachten, dass Flachs nicht als Außendämmung zu gebrauchen ist – hierfür ist das Material zu anfällig. Beide Materialien werden vorrangig im Bereich der Innenisolierung eingesetzt und haben den positiven Nebeneffekt, dass sie außerdem eine hervorragende Trittschalldämmung bieten.

Hinweise zu ökologischen Dämmstoffen

Wer beim Isolieren guten Willen zeigt, weil er die Umwelt schonen oder in einem besonders gesunden Umfeld wohnen möchte, muss leider ein wenig tiefer in die Tasche greifen. Künstliche Isoliermaterialien sind in der Anschaffung leider günstiger, weshalb sich viele Personen am Ende gegen die ökologisch nachhaltigen Materialien entscheiden.

Außerdem ist zu berücksichtigen, dass natürliche Dämmstoffe manchmal dicker gewählt werden müssen, um eine vergleichbare Dämmleistung zu erzielen. Dieser Punkt muss schon sehr früh berücksichtigt werden, insbesondere Bauherren können nämlich nicht einfach umschwenken, weil sie sonst die Gebäudemaße ändern würden.

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Thema: Handwerker

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