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Von der Sauna zum Spa…Die Badekultur im Wandel der Zeit..

Donnerstag, 1. Januar 2009 | Autor:

In verschiedenen Kuturkreisen der Erde ist die Schwitz- und Badekultur sehr bekannt. So benutzten z.b. einige nordamerikanische Indianerstämme nutzen das Schwitzzelt zur spirituellen Reinigung. Auch die alten Griechen schwitzten schon gerne in Heißluftbädern. Den grössten Hype erreichte die Schwitz- und Badekultur in Europa bei den Römern, die im gesamten römischen Imperium großzügige und prachtvolle Thermen errichteten. Die größte Anlage in Rom, die Diokletianstherme, konnte von bis zu 3000 Personen gleichzeitig genutzt werden. Die Reste der Caracalla-Thermen in Rom für ca. 1600 Badegäste konzipiert war, beeindruckt bis heute noch durch ihre Dimensionen. Mit der Völkerwanderung und dem Ende des römischen Reiches starb diese Kultur leider aus. Trotzdem hatten auch die Germanen Badeeinrichtungen, wenn auch recht bescheiden.

Im Mittelalter gab es in den Städten zwischen dem 12. und 16. Jhrd. zahlreiche öffentliche Badestuben. In Nürnberg z.b. soll es bis zu 15 Einrichtungen gegeben haben. Nicht zuletzt auf Betreiben der katholischen Kirche, die die hygenischen und sittlichen Zustände in diesen Badehäusern stets anprangerte, starb die europäische Badekultur leider fast vollständig aus. Nur in Finnland und Nordrussland überlebten die Badestuben nach dem mittelalterlichen Vorbild ( was wahrscheinlich an den „unfreundlichen“ Außentemperaturen in diesen Gebieten lag ).

In der Barockzeit wiederum hielt man nicht viel vom Wasser, man glaubte sogar, es sei schädlich für den Menschen, so daß man sich lieber daraufhin puderte. Statt einen Waschlappen gab es dann „Schaber und Spachtel“ um den Dreck wieder runter zu bekommen.

Erst seit Beginn der Neuzeit entdeckte man wieder die von den Römern bereits bekannte heilsame Wirkung des Wassers. Im 19. Jhd. entstanden eine Vielzahl mondäner Bäder. Allerdings standen hier die Trinkanwendungen im Vordergrund und das ganze Vergnügen blieb einer kleinen Oberschicht ( wie z.B. Kaisern und Königen ) vorbehalten diese Einrichtungen zu nutzen. Baden für das gemeine Volk wurde dann erst mit Beginn der Industrialisierung und dem starken Anwachsen der Städte sowie den damit verbundenen schlechten hygienischen Bedingungen zu Beginn des 20. Jhrd. für die Allgemeinheit normal. Es entstanden teilweise prachtvolle Jugendstilbäder. Analog gibt es solche Bäder in vielen Städten wie z.b. das Stadtbad-Oderberger in Berlin. Da hier allerdings die Volkshygiene im Vordergrund stand, kann man nicht von einer „Badekultur“ in eigentlichen Sinn sprechen.

Die erste finnische Sauna, der bei uns bekannteste Vertreter der Saunakultur in Deutschland, wurde anlässlich der Olympischen Spiele 1936 in Berlin auf Wunsch der finnischen Sportler im Olympischen Dorf (bei Elstal ) damals erbaut. Von da an begann die Renaissance der Bade- und Saunakultur in Europa, die zur Zeit im Rahmen der modernen Wellness-Bewegung einen neuen Hype erlebt. Diese Wellnessbäder werden auch als SPA ( Sanus per Aquam ) bezeichnet. Und sind in der heutigen Zeit natürlich auch Wirtschaftsfaktor der weiter zu der Bekanntheit beiträgt.

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